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Nikon D7200: Test der schnellen Spiegelreflex mit Profi-Autofokus

Vom Vorgänger äußerlich kaum zu unterscheiden: Die Neuerungen der Nikon D7200 stecken in der Kamera.TestfazitTestnote2,1gutDie Nikon D7200 gehört zu den besten Spiegelreflexmodellen mit dem kleinerem APS-C-Sensor. Der eingebaute WLAN-Empfänger ist praktisch, den größten Sprung hat die neue Nikon aber beim Autofokus und bei der Bildqualität gemacht: Der Autofokus reagiert extrem schnell und sehr genau. Mit dem neuen Sensor sind jetzt Top-Bilder bei sehr wenig Licht möglich. Da dringt die Nikon D7200 in Regionen vor, die bisher Vollformat-Kameras vorbehalten waren.Produkt-Bewertungen bei Amazon lesenProHohe Bildqualität auch bei wenig LichtSchneller AutofokusGroßer, heller SucherHohes Tempo bei SerienaufnahmenKontraKein GPSAlle technische Daten und VariantenZum AngebotZum Angebot bei AmazonZum Angebot bei IdealoKleines TopmodellDie D7200 ist Nikons heimliches Topmodell bei den Spiegelreflexkameras mit einem kleineren Sensor im APS-C-Format (Sensorgröße 15,6 x 23,5 Millimeter, bei Nikon auch DX genannt). Das Gehäuse hat sich gegenüber dem VorgängerD7100nur minimal verändert – die Abdeckung des eingebauten Blitzes sieht jetzt etwas anders aus und die Tasten für das Zurücksetzen der Kamera auf die Standardeinstellungen sind nun beide grün markiert.Neuer Sensor, gleiche AuflösungDie Nikon D7200 hat einen neuen Sensor im APS-C-Format (Sensorgröße 15,6x23,5 Millimeter) erhalten, die Auflösung bei Fotos bleibt aber bei 24 Megapixel. Im Videomodus nimmt die D7200 weiterhin Full-HD-Videos (1920x1080 Pixel) auf, schafft aber jetzt bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde (1080p). Der Bildprozessor ist ebenfalls neu, ein leistungsstärkeres Expeed-4-Modell. Damit nimmt die D7200 bis zu 100 JPEG-Bilder am Stück mit vollem Tempo auf – mehr wäre technisch wohl möglich, die Kamera stoppt aber nach 100 Bildern automatisch. Im Test schaffte die D7200 bei kürzeren Serien 5,75 Bilder pro Sekunde mit voller Auflösung, bei langen Serien sind 6 Bilder pro Sekunde drin, mit leicht reduzierter Auflösung (4800x3200 Pixel) im 1,3X-Modus sogar 7 Bilder pro Sekunde. Dabei führt der Autofokus die Schärfe genau nach – das schaffen längst nicht alle DSLR-Modelle und selbst teurere Systemkameras tun sich da oft schwer. Mehr Tempo mit Autofokus bieten nur dieCanon EOS 7D Mark IIund die Profi-ModelleNikon D4SundCanon EOS-1D X. Bei RAW-Fotos reicht der Zwischenspeicher in der Kamera für bis zu 32 Bilder mit vollem Tempo – eine Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell, selbst deutlich teurere DSLR-Modelle halten im RAW-Modus nur wenig länger durch. Wer häufig Serien schießt, sollte eineschnelle Speicherkartewählen. Das sorgt für weniger Wartezeit zwischen den einzelnen Serien.Beispielbilder der Nikon D720019 BilderTestaufnahmen der Nikon D7200Bessere Bilder bei wenig LichtDer neue Sensor ist lichtempfindlicher geworden, über die Kameraeinstellungen lassen sich jetzt bis ISO 25.600 einstellen, ohne Vollautomatik bei Blenden-, Zeit- oder Programm-Automatik und mit manueller Belichtungseinstellung reicht die Spanne sogar bis ISO 102.400 – diesen Maximalwert gibt es dann allerdings nur noch in Schwarz-Weiß. Die Bilder mit dieser Extremeinstellung sind stark verrauscht und ziemlich grobkörnig (siehe Bildergalerie), im Zweifelsfall aber immer noch besser als gar kein Bild. Unterhalb dieses Extremwerts sehen die Bilder richtig gut aus: Bei ISO 1600 gibt es nur sehr wenig Rauschen zu sehen, selbst in der 100-Prozent-Ansicht auf dem Computer-Monitor. Und auch noch höhere Werte wie ISO 4000 oder ISO 8000 lassen sich gut nutzen, etwa um in einer spärlich beleuchteten Halle oder einem U-Bahnhof Fotos zu machen. Da fing die D7100 deutlich früher an zu rauschen, ganz zu schweigen von Kompakt- oder Systemkameras mit kleinerem Sensor, etwa derPanasonic GH4.Das Kamera-Menü bietet sehr viele Einstellmöglichkeiten, hier lässt sich beispielsweise die WLAN-Funktion einschalten und einrichten.Autofokus mit mehr TempoBereits beim letzten Modellwechsel hatte Nikon ein Autofokus-Messsystem aus seiner Profi-Serie eingebaut, das wiederholt sich jetzt. Es bleibt zwar bei 51 Messfeldern, das neue Messmodul ist aber lichtempfindlicher: Ab einem Lichtwert von -3 arbeitet es – das entspricht etwa Mondlicht. Das schaffte bei Nikon bislang nur das teurere ModellD750mit Vollformat-Sensor (Sensorgröße 24x35,9 Millimeter). Verzichten muss man beim Autofokus gegenüber den Profi-Modellen nur auf den Gruppen-Autofokus, den beispielsweise dieNikon D810und dieNikon D4Shaben. Im Test stellte die D7200 auch bei wenig Licht zügig scharf. Eine zwanzig Meter entfernte Straßenlaterne reichte beispielsweise aus, um nachts auf ein geparktes Auto zu fokussieren (siehe Bildergalerie). Bei Tageslicht reagiert der neue Autofokus deutlich fixer als beim Vorgänger: Die Nikon D7200 brauchte im Test nur 0,17 Sekunden, um scharf zu stellen und auszulösen – ein Topwert.Mit vielen Android-Smartphones lässt die Nikon D7200 per NFC koppeln. Einfaches Auflegen auf das „N”-Symbol reicht, schon lassen sich Bilder überspielen oder die Kamera per App auslösen.WLAN durch AuflegenBeim Vorgänger war WLAN nur mit dem kleinen Zubehörstecker WU-1a möglich, die D7200 hat WLAN eingebaut. Praktisch dabei: Per NFC ist ein Verbindungsaufbau zum Smartphone oder Tablet durch einfaches Aufeinanderlegen der Geräte möglich. Standardmäßig baut die Nikon D7200 eine unverschlüsselte WLAN-Verbindung auf – wer das nicht will, setzt einfach ein Passwort mit der Fernsteuer-App, die es fürAndroidundApplegibt. Das neue Mikrofon ME-W1 findet ebenfalls drahtlos über einen mitgelieferten Bluetooth-Adapter an der Kamera Anschluss. Dadurch lässt sich das Mikrofon bis zu 50 Meter von der Kamera entfernt verwenden. Ein externes Mikrofon bietet sich vor allem bei Außenaufnahmen an, das eingebaute Mikrofon hat wie bei den meisten Kameras keinen Windschutz und nimmt daher schnell Windgeräusche auf. Zudem ist die Tonqualität eher mäßig.Die aktuellen Kamera-Neuheiten59 KamerasFrische Fotoapparate ansehenMehr VideofunktionenProfi-Filmern bietet die D7200 ein paar nützliche Zusatzfunktionen: So ist es beispielsweise möglich, Videos gleichzeitig auf eine Speicherkarte und einen per HDMI-Buchse angeschlossenen externen Rekorder aufzunehmen. Wer Blende und Verschlusszeit beim Filmen manuell einstellt, überlässt die Belichtungsregelung der ISO-Automatik. Neu ist auch ein neues Farbprofil (Flat). Die damit aufgenommenen Videos sollen sich besonders gut nachbearbeiten lassen, beispielsweise beim sogenannten Color Grading. Außerdem können Sie mit dem HilfsprogrammPicture Control Utilityeigene Profile erstellen, die sich auch beim Fotografieren nutzen lassen. Beim Filmen stellt man besser selber scharf – im Liveview arbeitet der sonst turboschnelle Autofokus spürbar langsamer und ist auch recht deutlich auf den Aufnahmen zu hören, wenn der Ton mit dem eingebauten Mikrofon aufgenommen wird. Schade: Mit voller Auflösung (1920x1080 Pixel) und 60 Bildern pro Sekunde filmen klappt nur, wenn man im Filmaufnahme-Menü im Menüpunkt Bildfeld auf 1,3x umschaltet. Fürs Heranholen weit entfernter Motive ist das praktisch, weil dabei nur ein Teil des Sensors genutzt wird. In engen Räumen führt das aber dazu, dass man weniger aufs Bild bekommt, weil sich die Brennweite verlängert, beim mitgelieferten Zoom-Objektiv beispielsweise von 29-153 Millimeter auf 38-199 Millimeter (jeweils umgerechnet ins Kleinbildformat).Die D7200 ist Nikons kleines Topmodell mit WLAN und überarbeitetem Sensor. Was die DSLR leistet, verrät der Test von COMPUTER BILD.Nikon D7200: Test der DSLR mit Profi-AutofokusFazitDie Nikon D7200 gehört zu den besten Spiegelreflexmodellen mit dem kleinerem APS-C-Sensor. Der eingebaute WLAN-Empfänger ist praktisch, den größten Sprung hat die neue Nikon aber beim Autofokus und bei der Bildqualität gemacht: Der Autofokus reagiert extrem schnell und sehr genau. Mit dem neuen Sensor sind jetzt Top-Bilder bei sehr wenig Licht möglich. Da dringt die Nikon D7200 in Regionen vor, die bisher Vollformat-Kameras vorbehalten waren.AlternativenWer auf WLAN und extreme ISO-Einstellungen verzichten kann, greift zurNikon D7100und spart ein paar hundert Euro – allerdings ist der Autofokus des Vorgängermodell nicht ganz so schnell und braucht mehr Licht zum Fokussieren. Wer mit seiner Spiegelreflex vor allem filmen möchte, greift zurCanon EOS 70D, die auch im Video-Modus einen schnellen Autofokus hat. Noch mehr Tempo bieten dieCanon EOS 7D Mark IIund dieSamsung NX1– allerdings stellt nur die Canon genau so fix bei Serien scharf wie die Nikon D7200.

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September 04,2022

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